Neuroökonomie: Dem Gehirn beim Denken zusehen

Neuroökonomie: Dem Gehirn beim Denken zusehen

Ein schönes Beispiel interdisziplinärer Forschungsarbeit bietet der seit wenigen Jahren wachsende Forschungsbereich der Neuroökonomie. Ökonomen, Neurobiologen und Psychologen haben sich hier zusammengetan, um die Lücke zwischen den theoretischen ökonomischen Modellen und dem tatsächlichen Handeln zu schließen.

Prof. Dr. Armin Falk, Leibniz-Preisträger für herausragende Forschungsleistungen im Bereich der Experimentellen Wirtschaftsforschung, und der vielfach ausgezeichnete Hirnforscher Prof. Dr. Christian Elger von der Universität Bonn erklären im folgenden Video, welche Möglichkeiten diese Forschungsrichtung bietet und welche zentrale Bedeutung, die aus den Neurowissenschaften stammenden bildgebenden Verfahren, wie z.B. die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT), hierbei einnehmen. Man könne so dem Gehirn beim Denken zusehen, so Prof. Dr. Elger. “Die Neurowissenschaften geben den Ökonomen plötzlich Werkzeuge in die Hand, etwas zu verstehen, was sie eigentlich nicht verstehen.” Eine Aussage, die ausdrückt, welches Potenzial hinter den Neurowissenschaften möglicherweise auch für die Erforschung des Nutzerverhaltens im Web steckt…?

Video: Was ist Neuroökonomie?

 

Kleine Auswahl zum Weiterlesen:

  • Camerer, Colin; Loewenstein, Goerge; Prelec, Drazen (2005): Neuroeconomics: How Neuroscience can Inform Economics. In: Journal of Economic Literature, Jg. 43, S. 9-64. >> zum PDF
  • Pauen, Michael (2007): Neuroökonomie – Grundlagen und Grenzen. In: Analyse & Kritik, Jg. 29, S. 24-37. >> zum PDF
  • Schilke, Oliver; Reimann, Martin (2007): Neuroökonomie: Grundverständnis, Methoden und betriebswirtschaftliche Anwendungsfelder. In: Journal für Betriebswirtschaft, Jg. 57, S. 247-262. >> zum PDF
  • Linksammlung zu Behavioral Economics und Neuroökonomie im Blick Log
  • Blick Log Retro: Zum Streit zwischen Neuroökonomen und Neoklassikern

 

Quelle des Artikelbildes: MR LIGHTMAN / FreeDigitalPhotos.net

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