Theorie der kognitiven Dissonanz

Theorie der kognitiven Dissonanz

Stellt euch vor, ihr habt euch nach langem Recherchieren und Überlegen für den Kauf eines bestimmten Autos entschieden. Nachdem der Kaufvertrag unterschrieben ist findet ihr einen Testbericht, in dem euer Auto sehr schlecht abgeschnitten hat. Vom Kaufvertrag könnt ihr nicht mehr zurücktreten. Wie geht ihr mit der Situation um? Wahrscheinlich seid ihr zunächst mal verägert oder verunsichert. Tritt die Theorie der kognitiven Dissonanz ein, dann werdet ihr anschließend wahrscheinlich alles versuchen, um die Kaufentscheidung vor euch und anderen zu rechtfertigen und nicht allzu viele negative Gefühle hochkommen zu lassen. Die Testergebnisse sind bestimmt nicht zuverlässig oder das Auto hat gewisse Vorzüge, die der Test gar nicht beschreibt. ;)

Herrlich veranschaulicht wird die kognitive Dissonanz auch von Dogbert im folgenden Dilbert-Strip:

Dogbert veranschaulicht kognitive Dissonanz

Die Theorie der kognitiven Dissonanz beschäftigt sich also damit, wie wir nach einer Entscheidung Informationen verarbeiten, die die Richtigkeit der getroffenen Entscheidung in Frage stellen. Das hierdurch auftretende unangenehme Gefühl von Verunsicherung und Angst versuchen wir mit unterschiedlichen Strategien zu reduzieren. Entweder verändern wir unser Verhalten, um es mit der Information in Einklang zu bringen, oder wir ändern unsere Einstellungen. So favorisieren wir z.B. die Information, die unsere Entscheidung als richtig erscheinen lässt. Die anderen Informationen versuchen wir hingegen auszublenden oder abzuwerten. (Quelle: Lexikon Psychologie – Kognitive Dissonanz)

Interessant, wenn man mal so über das eigene Verhalten nachdenkt und vor allem, wenn man unter diesem Aspekt das Informationsverhalten im Web bzw. auch die Kommunikation mit Internetnutzern betrachtet. ;)


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